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Stadt Luzern: Mit dem Netto-Null-Dashboard die Dynamik der Energiewende im Blick

Wo steht eine Gemeinde auf dem Weg zu Netto-Null und wie schnell bewegt sie sich tatsächlich vorwärts? Das Netto-Null-Dashboard von Energiestadt liefert darauf eine neue Perspektive. Im Gold-Reaudit der Stadt Luzern ergänzte es das bestehende Monitoring durch standardisierte Indikatoren, Benchmarking mit anderen Gemeinden und eine Analyse der Entwicklungsdynamik zentraler Klima- und Energiekennzahlen.

Netto-Null-Dashboard als gemeinsame Referenz

Die Stadt Luzern verfolgt ihre Energie- und Klimaziele seit Jahren mit einem umfassenden Monitoring und regelmässigen Berichten. Das Netto-Null-Dashboard fügt den Datenerhebungen eine standardisierte Sicht bei. Es ermöglicht eine schweizweit harmonisierte Betrachtung zentraler Indikatoren aus den Bereichen Treibhausgase, Wärme, Strom, Photovoltaik, Mobilität und Verwaltung und schafft die Grundlage für Vergleiche mit anderen Städten und Gemeinden auf Indikatoren-Ebene. Dabei stellt das Dashboard auch die Entwicklung der Indikatoren dar und macht Veränderungen der Entwicklungsgeschwindigkeit sichtbar. So sieht man sofort, ob sich Fortschritte in einzelnen Bereichen beschleunigen, verlangsamen oder stagnieren.

Im vereinfachten Energiestadt-Gold-Reaudit diente das Dashboard als gemeinsame Referenz für Stadtverwaltung, Energieversorger, Energiestadt-Beratung und Auditoren. Die standardisierte Darstellung erleichterte die Einordnung der Ergebnisse und schuf eine fundierte Grundlage für die Diskussion zukünftiger Prioritäten. Diese wurden anschliessend in der Netto-Null-Analyse vertieft geprüft. Als Qualitätssicherungsinstrument beurteilt die Netto-Null-Analyse, ob Strategien und Massnahmen geeignet sind, die Netto-Null-Ziele zu erreichen.

Quelle: Energiestadt, Stadt Luzern

Quelle: Energiestadt, Stadt Luzern

Mehrwert für die Praxis

Der besondere Nutzen des Netto-Null-Dashboards lag für Luzern in der ergänzenden Perspektive auf die vorhandenen Informationen und Daten. Die standardisierte Methodik ermöglichte es, die Entwicklung zentraler Indikatoren systematisch einzuordnen und mit anderen Gemeinden zu vergleichen. Dadurch konnten bestehende Erkenntnisse bestätigt sowie neue Fragestellungen und Interpretationen angestossen werden.

Besonders wertvoll war die Betrachtung der Entwicklungsdynamik einzelner Indikatoren. So zeigte sich beispielsweise, dass die Elektromobilität in den vergangenen Jahren deutlich an Fahrt aufgenommen hat. Auch die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung sowie der Ausbau der Photovoltaik schreiten weiter voran.

Das Dashboard machte zudem deutlich, dass nicht alle Indikatoren gleich stark durch städtische Massnahmen beeinflusst werden können. So berücksichtigt die Stadt Luzern auch Emissionen aus dem Flugverkehr. Deren Entwicklung hatte in den vergangenen Jahren einen spürbaren Einfluss auf die ausgewiesenen Treibhausgasemissionen: Während die COVID-Pandemie zu einem starken Rückgang führte, zeigen die aktuellen Daten aufgrund der wieder zunehmenden Flugtätigkeit einen gegenläufigen Effekt. Die Diskussion solcher Zusammenhänge war ein zusätzlicher Mehrwert des Reaudits und half, die Ergebnisse differenziert einzuordnen.

Quelle: Energiestadt

Quelle: Energiestadt

Dynamik beurteilen

Ein weiterer Mehrwert liegt in der Darstellung der Entwicklungsdynamik. Diese Perspektive unterstützt Gemeinden dabei, die Wirkung ihrer Massnahmen besser zu beurteilen und Handlungsfelder mit besonderem Entwicklungsbedarf frühzeitig zu erkennen.

Das Netto-Null-Dashboard ist Teil der Weiterentwicklung von Energiestadt hin zu einer konsequenten Ausrichtung auf das Netto-Null-Ziel. Gemeinsam mit dem Energiestadt-Katalog 2024 und der Netto-Null-Analyse bildet es die Grundlage für eine verstärkt wirkungsorientierte Steuerung der kommunalen Energie- und Klimapolitik. Der Fokus verschiebt sich dabei von der Umsetzung einzelner Massnahmen hin zur Frage, welche Wirkung diese tatsächlich entfalten und wie sich zentrale Indikatoren entwickeln.

Hintergrund: Energie- und Klimapolitik der Energiestadt Luzern

Die Stadt Luzern engagiert sich seit vielen Jahren für eine nachhaltige Energie- und Klimapolitik. Bereits 1999 wurde Luzern erstmals als Energiestadt ausgezeichnet. Seit 2009 trägt die Stadt das Label «Energiestadt Gold» und gehört damit zu den Schweizer Gemeinden mit den höchsten Anforderungen an eine kontinuierliche und wirkungsorientierte Energie- und Klimapolitik.

Wie viele Städte steht Luzern vor grossen Herausforderungen: Die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung, der Ausbau erneuerbarer Energien, die Transformation der Mobilität sowie die Anpassung an den Klimawandel müssen trotz knapper Flächen und komplexer Interessenlagen vorangetrieben werden. Gleichzeitig bieten Städte aufgrund ihrer Gestaltungsmöglichkeiten, ihrer Infrastruktur und ihrer Vorbildfunktion besonders grosse Chancen, die Energiewende aktiv mitzugestalten.

Das Reaudit als Energiestadt Gold ermöglicht regelmässig eine unabhängige externe Standortbestimmung. Dabei werden die Fortschritte, Strategien und Massnahmen der Stadt durch Fachpersonen bewertet und hinsichtlich ihrer Wirkung auf dem Weg zu Netto-Null überprüft. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für den Entscheid der internationalen Labelkommission des European Energy Award (eea), ob Luzern das Label «Energiestadt Gold» weiterhin tragen darf. Das Verfahren stellt die Qualitätssicherung sicher und liefert gleichzeitig wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der kommunalen Energie- und Klimapolitik.

Neue Leitungen für das See-Energie-Netz im Tribschenquartier, Quelle: Stadt Luzern

Neue Leitungen für das See-Energie-Netz im Tribschenquartier, Quelle: Stadt Luzern

Allgemeine Informationen zum Projekt

Erfolge

Unterstützung des vereinfachten Energiestadt-Gold-Reaudits durch eine standardisierte Datengrundlage

Vergleich mit anderen, vergleichbaren Städten und Gemeinden auf Indikatoren-Ebene

Zusätzliche Sicht auf die Dynamik zentraler Klima- und Energieindikatoren

Vertiefte Diskussion über die Aussagekraft einzelner Indikatoren

Fundierte Grundlage für die Priorisierung zukünftiger Massnahmen

Jahr
2026
Ort
Energiestadt Gold Luzern
Hilfsmittel

Netto-Null-Dashboard von Energiestadt 

Netto-Null-Analyse

Massnahmen im Katalog

1.1.1 Ziele und Konzept / Strategie / Leitbild Energie/Klima

1.1.2 Bilanz und Indikatoren

1.1.4 Dashboard

1.2.3 Mobilitäts- und Verkehrsplanung

2.2.1 Erneuerbare Energie Wärme (und Kälte)

2.2.2 Erneuerbare Elektrizität

2.2.5 CO2-Emissionen

3.2.2 Erneuerbare Stromproduktion aus Photovoltaikanlagen auf/an Gebäuden im Gemeindegebiet

5.2.1 Erfolgskontrolle und jährliche Planung

Gemeinden
Luzern

Kontakt

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Luzern
Mario Rosso Industriestrasse 6
6005 Luzern
mario.rosso@stadtluzern.ch
+41 41 208 81 96
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