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Pensionskassengelder nachhaltig sichern

Um langfristig ihren Rentenversprechen nachkommen zu können, ist die PKZH auf ein nachhaltiges Gesellschafts- und Wirtschaftssystem angewiesen. Seit dem Jahr 2003 berücksichtigt sie deshalb in ihrer Anlagestrategie auch Nachhaltigkeitsaspekte. Die Nachhaltigkeitsstrategie wurde seither periodisch an neue Gegebenheiten angepasst.

Basis der Nachhaltigkeitsstrategie der PKZH

Als aktive Aktionärin übt die PKZH ihren Einfluss aus, indem sie ihre Stimmrechte wahrnimmt und mit rund 1'000 Unternehmen im Dialog steht. Sie tätigt Anlagen in Firmen oder Infrastrukturen, die für den Übergang in eine Welt mit geringeren Emissionen von positiver Bedeutung sind. Um den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur zu bremsen, hat sie seit 2019 in den kotierten Vermögensanlagen die finanzierten Emissionen um rund 50% reduziert. Darüber hinaus setzte sie sich das Ziel, bis 2050 die finanzierten Emissionen des Gesamtvermögens auf Null zu bringen («Netto-Null-Ziel per 2050 mit Zwischenzielen). 

Zudem schliesst die PKZH Unternehmen aus ihrem Anlageuniversum aus, deren Aktivitäten mit möglicherweise irreversiblen Schädigungen verbunden sind. Dazu gehören Firmen, die kontroverse Waffen wie Streubomben und Anti-Personenminen oder Nuklearwaffen produzieren, Kohlereserven abbauen oder unkonventionelle Ölförderung («Fracking») praktizieren sowie Firmen mit anhaltenden und gravierenden Verletzungen gegenüber dem UN Global Compact.

Umsetzung

Für eine effektive – d.h. wirkungsvolle – Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie sind robuste Governance-Prozesse und effektive Entscheidungsstrukturen zentral. Unterstützt vom internen Anlageteam bereitet die Anlagekommission die Entscheide im Stiftungsrat vor. Die vorgeschlagenen Massnahmen werden von einer unabhängigen Nachhaltigkeitsberatung beurteilt und kommentiert. 

Die Hauptsäule der PKZH-Nachhaltigkeitsstrategie basiert auf dem Engagement. Die PKZH ist Mitbegründerin des Ethos Engagement Pool und arbeitet auf internationaler Ebene mit Federated Hermes zusammen. Das Netzwerk mit weiteren grossen institutionellen Anlegern erhöht die Wahrscheinlichkeit, Firmen zum Umdenken zu bewegen und damit eine positive Wirkung zu erzielen. Die PKZH beteiligt sich zudem an verschiedenen Kollektivinitiativen wie Climate Action 100+, Nature 100, PRI Spring, PRI Advance sowie FAIRR. Wo sinnvoll und möglich, bringt sich die PKZH in Diskussionen von Interessengruppen ein («Policy Engagement»). 

Bei kotierten Anlagen wie Aktien und Unternehmensanleihen wird die Nachhaltigkeitsstrategie in massgeschneiderte Indizes integriert und von externen Vermögensverwaltungen umgesetzt. Für aktive Mandate in Privatmärkten (Private Equity, Private Debt, Immobilien etc.) formuliert die PKZH ihre Erwartungen an die Manager und beurteilt deren Aktivitäten. Über die Resultate wird jährlich Bericht erstattet. Mit ihren Anlagen in erneuerbare Energieinfrastruktur sowie in sozialen Wohnbau verspricht sich die PKZH eine hohe Wirkung («Impact») zu erzielen.

Entwicklung der Engagements mit konkreten Zielen (

Entwicklung der Engagements mit konkreten Zielen ("objectives") seit 2017

Fazit

Die PKZH begrüsst die Zunahme der Mitglieder in den Netzwerken für nachhaltige Anlagen, da dies den Einfluss auf die Unternehmen erhöht. Der Ansatz über das Aktionärsengagement gekoppelt mit der Ausschlussstrategie hat sich als praktikabel erwiesen. Wie Auswertungen der PKZH und weitere Studien zeigen, erzielt diese Art der Nachhaltigkeitsstrategie ähnliche Performances wie konventionelle Ansätze.

Allgemeine Informationen zum Projekt

Jahr
2026
Ort
Zürich
Effekte

Nachhaltige Ausrichtung der Wirtschaft

Keine Schmälerung der Rendite

Wirkung erzielen

Thematisch breite Ausrichtung

Klimaziele

Hilfsmittel

PKZH-Nachhaltigkeitsstrategie

Massnahmen im Katalog

5.2.3 Nachhaltige Geldanlagen

Gemeinden
Zürich
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