29.09.2015

Energiestädte machen die Schweiz zukunftsfähig

Schon 4,5 Millionen Schweizerinnen und Schweizer leben in einer Energiestadt. Am heutigen Energietag 2015 in Bern wurden 86 Gemeinden geehrt, die seit Herbst 2014 ihr Energiestadt-Label erhalten oder erneut erhalten haben. Sie leben die Energiezukunft vor.

Eine Energiestadt nutzt Energie effizient, fördert erneuerbare Energien wie Wasserkraft oder Solarwärme und gestaltet den Verkehr umweltverträglich. Tausende von Behördenmitgliedern und Energiefachleuten setzen sich auf der Ebene der Gemeinden für diese Ziele ein. «Sie haben die Energie- und Klimapolitik der Schweiz so weit gebracht, dass die Energiestrategie 2050 des Bundes überhaupt machbar ist», sagte Barbara Schwickert, Präsidentin des Trägervereins Energiestadt, am Energietag 2015 zu 300 Gemeindevertreterinnen und -vertretern.

Die 86 geehrten Gemeinden haben seit dem letzten Energietag 2014 das Energiestadt-Label erhalten oder erneut erhalten. Insgesamt zählt die Schweiz jetzt 373 Energiestädte. In ihnen leben 4,5 Millionen Menschen, mehr als die Hälfte der Bevölkerung.

Grosser Nutzen für die Gemeinde
Der Nutzen für die Gemeinde ist gross, wie Barbara Schwickert am Energietag ausführte: «Eine Energiestadt gestaltet ihre Energiepolitik systematisch und langfristig. Damit setzt sie ihre Mittel gezielt ein und bietet der Bevölkerung mehr Lebensqualität.» Die Wirtschaft profitiert von der grösseren Wertschöpfung in der Region.

Auch Daniel Büchel, Vizedirektor des Bundesamts für Energie und Leiter des Programms EnergieSchweiz, betonte am Energietag 2015 die Bedeutung der Energiestädte. «Die Energiestädte machen die Schweiz zukunftsfähig. Ich bin stolz auf die hervorragende Arbeit, die in den Gemeinden geleistet wird, gemeinsam mit dem Bund und den Kantonen.» Daniel Büchel stellte die Plakatkampagne vor, die von Oktober bis Dezember 2015 Energiestadt in der breiten Öffentlichkeit bekannter machen soll. Zudem wird 2016 die Kampagne «Energy Challenge» von EnergieSchweiz in neun Energiestädten Halt machen.

Auf dem Weg zur Selbstversorgung
Unter den am Energietag mit dem Energiestadt-Label ausgezeichneten Gemeinden befand sich Payerne. Vertreter der Waadtländer Gemeinde präsentierten ihr Projekt SolarPayerne, mit 100‘000 m2 das grösste Photovoltaik-Projekt der Schweiz, wovon 38‘000 m2 bereits installiert sind. Langfristig soll die Produktion den gesamten Strombedarf der 10'000 Einwohnerinnen und Einwohner decken. Payerne ist nur ein Beispiel von vielen Energiestädten, die auf einheimische erneuerbare Energiequellen setzen.

 

Medienkontakt
Daniel Schnyder
Kommunikation Energiestadt
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Kontakt Payerne: Norbert Carrel, 026 662 65 30, norbert.carrel(at)payerne(dot)ch

Foto erhältlich bei: media(at)energiestadt(dot)ch

Medienmitteilung «Energiestädte machen die Schweiz zukunftsfähig» vom 29.09.2015