10.05.2016

Energie- und Stadtplanung: «Das Miteinander ist entscheidend»

Sihlbogen: Vielfältiges Wohnen mit Qualität

Am 10. Mai 2016 diskutierten 150 Fachleute aus dem In- und Ausland die relevanten Schnittstellen zwischen Energie- und Stadtplanung. Damit vorbildhafte Quartiere und Areale wie die Überbauung Sihlbogen in Zürich oder das Quartier Gurzelen in Biel entstehen können, ist eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten notwendig. Als umfassendes Steuerelement spielt das Label «2000-Watt-Areal» dabei eine bedeutende Rolle.

Um ihre energiepolitischen Ziele auf lokaler Ebene zu erreichen, setzen viele Schweizer Städte und Gemeinden auf innovative Instrumente. «Die kommunale Energieplanung und das Label für 2000-Watt-Areale sind Schweizer Erfolgsgeschichten», sagte Präsidentin Barbara Schwickert an der Mitgliederversammlung des Trägervereins Energiestadt in Biel/Bienne. Diese stossen über die Landesgrenzen hinaus auf Interesse: Barbara Schwickert konnte Vertreterinnen und Vertreter aus zwölf Ländern begrüssen. «Der Austausch mit nationalen und internationalen Experten bringt auch unsere Stadt weiter», meinte Barbara Schwickert, die in Biel/Bienne die Bau-, Energie- und Umweltdirektion führt. Die Energiestadt ist zurzeit daran, das Quartier Gurzelen grossflächig umzugestalten. Dieses soll dereinst in energetisch vorbildlichen Neubauten Platz bieten für Wohnen, Arbeiten und Freizeit.

«Gemeinsam das gleiche Ziel verfolgen»

Bereits einen Schritt weiter ist die Überbauung Sihlbogen in Zürich-Leimbach. Sie wurde konsequent nach dem städtischen Legislaturziel «2000-Watt-Gesellschaft» geplant und realisiert. Der Sihlbogen ist ein lebendiges Zentrum mit einem vielfältigen Wohnungsangebot und hervorragender Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr. Holzpellets, Abwärme und Biogas werden zur Wärmeerzeugung genutzt. Eine technisch raffinierte Energiefassade mit Photovoltaik-Panels produziert Strom. Via App können die Bewohner jederzeit ihren Energieverbrauch überwachen. Die Überbauung ist seit 2015 als «2000-Watt-Areal» zertifiziert. Urs Frei, Unternehmer und Präsident der zuständigen Baugenossenschaft, ist überzeugt: «Die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft können wir bereits heute erreichen.»

Jacques Kimman, Professor für Neue Energien an der niederländischen Zuyd University, betonte, wie entscheidend das Miteinander aller Beteiligten für die Umsetzung von Energie- und Klimazielen auf lokaler Ebene sei. «Wissenschaft, Politik, Planer, Investoren und Bewohner müssen gemeinsam Lösungen finden und das gleiche Ziel verfolgen.» Wie fruchtbar eine solche Kooperation sein kann, zeigt die Überbauung Sihlbogen beispielhaft.

Engagement für «2000-Watt-Areale» bestätigt

Das Label «2000-Watt-Areale» wurde 2012 in der Stadt Zürich entwickelt, mit Unterstützung des Bundesamtes für Energie und in Zusammenarbeit mit dem Trägerverein Energiestadt. Heute ist das Label ein bedeutendes Instrument für Städte und Gemeinden, die Wert auf Nachhaltigkeit legen. Die Mitgliederversammlung würdigte die Leistungen der Pilotphase und bestätigte das Engagement des Trägervereins bei der Weiterentwicklung und Vergabe des Labels. Die Statuten des Vereins wurden angepasst, um die aktuelle Organisationsform abzubilden.

Medienkontakt
Stefan Wyer
Kommunikation Energiestadt
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Fotos erhältlich bei media(at)energiestadt(dot)info

Jahresbericht 2015 und weitere Informationen: www.energiestadt.ch

Medienmitteilung Energie- und Stadtplanung: «Das Miteinander ist entscheidend» 10. Mai 2016