05.07.2017

Deutschschweizer Energiestädte auf «GOLD»-Kurs

Die Labelkommission des «Trägervereins Energiestadt» hat an der Sitzung vom 27. Juni 2017 zwei neue Energiestädte ausgezeichnet. Die Bündner Gemeinde Domat/Ems hat ein vielversprechendes Resultat für die Erstzertifizierung erreicht, auch das Tessin erhielt mit Terre di Pedemonte Zuwachs in der «Energiestadt»-Familie. Von den insgesamt sieben erneut zertifizierten Gemeinden erzielten Naters, Aesch und Oberägeri einen hohen Wert. 

An der Mitgliederversammlung des Trägervereins im Mai 2017 lobte Präsidentin Barbara Schwickert die kontinuierliche Entwicklung des «Energiestadt»- Labels. Diese Entwicklung zeigte sich auch an der Sitzung der Labelkommission vom 27. Juni. Mit der Tessiner Gemeinde Terre di Pedemonte und dem Bündner Gemeinwesen Domat/Ems wächst die «Energiestadt»-Familie auf stolze 420 zertifizierte Mitglieder an. Mit Aesch (BL), Kirchberg (SG), Naters (VS), Oberägeri (ZG), Renens (VD), Speicher und Urnäsch (beide AR) konnten zudem sieben Zertifikate erneuert werden.

Domat/Ems liefert vielversprechendes Resultat

Die beschauliche Gemeinde mit rund 7900 Einwohnerinnen und Einwohnern am Anfang des Churer Rheintals erzielte mit einem Erfüllungsgrad von 62 Prozent ein vielversprechendes Resultat. Domat/Ems engagiert sich stark im Bereich der erneuerbaren Energie. Bereits heute deckt die Gemeinde den Strombedarf sämtlicher Gemeindeliegenschaften zu 100 Prozent mit Wasserkraft. Dieser Schritt war gemäss Gemeindevorstand Armin Tanner wichtig: «Wir wollten als Vorbild vorangehen und unsere Bevölkerung zu einem sorgfältigen Energieverbrauch und zur Nutzung von erneuerbaren Energie motivieren.» Diese Einstellung will die Gemeinde vorleben und sie mit ihrem Slogan «Energiebewusst!» festgehalten. In den nächsten Jahren will Domat/Ems darauf fokussieren, die Bevölkerung mit einer Energiefachstelle und Schulprojekten weiter zu sensibilisieren.

Aesch, Naters und Oberägeri fast auf «Energiestadt GOLD»-Niveau

Die Gemeinden Aesch, Naters und Oberägeri wiesen bei der Zertifizierung im Juni ebenfalls einen sehr guten Wert von rund 70 Prozent aus und kommen damit der «Energiestadt GOLD»-Auszeichnung bereits nahe, auch wenn Aesch und Oberägeri diese Zertifizierung vorerst nicht anstreben. Aesch hat sich seit der letzten Zertifizierung um erstaunliche zwölf Prozent verbessert. Für Paul Svoboda, Gemeinderat von Aesch, liegt der Erfolg an der langjährigen, intensiven Zusammenarbeit der Gemeinde und der Region: «Der Energiestadt- Prozess hat unsere Gemeinde vorwärtsgebracht. Seit Jahren sind wir uns der Unterstützung der Bevölkerung und des Gewerbes gewiss. Die Zusammenarbeit mit der Energie-Region Birsstadt lässt uns viele Ideen realisieren.»

Medienkontakt

Stefan Glantschnig
Kommunikation EnergieSchweiz für Gemeinden 031 356 73 55
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