24.05.2017

Das JA zur Energiestrategie stärkt die Energiestädte

Das JA zur Abstimmungsvorlage über die Energiestrategie 2050 war ein intensiv diskutiertes Thema an der Mitgliederversammlung des Trägervereins Energiestadt am 23. Mai 2017 in Andermatt. Die über 100 anwesenden Mitglieder und Gäste aus der ganzen Schweiz freuen sich ausserordentlich über die mit 58 % hohe Zustimmung und diesen richtungsweisenden Entscheid. Dieser bestärkt ganz klar das Energiestadt- Programm und schafft die nötigen Rahmenbedingungen für einen nachhaltigen Umgang mit erneuerbaren Energien und Energieef zienz. Mit dem JA zur Energiestrategie 2050 wird die Schweizer Wirtschaft gestärkt und die Auslandabhängigkeit verringert.

Das angenommene Energiegesetz bestätigt die Bemühungen von Energiestadt sowie aller Gemeinden und Städte, die sich seit Jahren energiepolitisch sehr stark engagieren. Die Präsidentin des Trägervereins, Barbara Schwickert, hat aber auch unterstrichen, dass «trotz des deutlichen Ergebnisses vieles darauf hindeutet, dass die komplexen Zusammenhänge noch besser erklärt werden müssen. So sind die zahlreichen guten Beispiele, die in den Gemeinden und Städte im Energiebereich laufend umgesetzt werden, noch besser zu kommunizieren. Denn diese Projekte machen das Rückgrat von Energiestadt aus. Darauf können wir stolz sein.»

Grosse Vorteile für langjährige Energiestädte

Unter dem Thema «Mit Kontinuität und Engagement» zeigten die beiden Vorstandsmitglieder Ruth Bänziger, Gemeinderätin von Onex (GE), und Stephan Tobler, Präsident der Gemeinde Egnach (TG), eindrücklich auf, dass das langjährige Energiestadt-Programm aktuelle Entwicklung und Herausforderungen gut zu integrieren weiss. So wird eine intensive Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Energie (BFE) und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) gep egt, um Inhalte des Klimaprogramms in den Energiestadt-Massnahmenkatalog ein iessen zu lassen. Darüber hinaus werden den Energiestädten verstärkt Hilfsmittel zur Verfügung gestellt, um die erfolg- reichen Einsparungen in Kilowattstunden und Franken besser quanti zieren zu können. Nicht zuletzt wird auch der Netzwerkgedanke unter den energie- und klimaaktiven Städten und Gemeinden mit einem intensiven Austausch auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene verstärkt gepflegt.

So darf der Trägerverein Energiestadt erneut auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken: 2016 konnten wiederum 32 neue Energiestädte zerti ziert werden, womit nun über 400 Städte und Gemeinden das Label tragen. Auch das noch junge Label «2000-Watt-Areale» hat sich etabliert und sechs neue Areale konnten im letzten Jahr ausgezeichnet werden.

Energiestadt Erstfeld GOLD – eine der vorbildlichsten Gemeinden der Schweiz

An der Mitgliederversammlung wurde auch das gute Abschneiden der drei Urner Energiestädte hervorgehoben. Die Gemeinde Erstfeld trägt sogar das GOLD-Label. Dieses wird nur an die besten Energiestädte verteilt, welche mehr als 75 % der Kriterien erfüllen. Das Elektrizitätswerk der Gemeinde Erstfeld produziert zu 100 % «naturmade star!»-zertifzierten Ökostrom. Und Solarenergie, sowohl Strom wie solares Warmwasser, wird in Erstfeld seit Jahren gezielt gefördert. Auch das Erstfelder Förderprogramm gehört in Kombination mit dem kantonalen Förderprogramm zu den besten der Schweiz. Andermatt, die Gastgebergemeinde der Mitglieder- versammlung, schneidet als Energiestadt ebenfalls sehr gut ab und nimmt durch den Windpark Gütsch und den Tourismusresort Andermatt Swiss Alps, der auf erneuerbare Energien setzt, ohnehin eine Vorreiterrolle ein.

Kontakt

Barbara Schwickert, Präsidentin Trägerverein Energiestadt, 078 739 48 85 Stephan Tobler, Vizepräsident Trägerverein Energiestadt, 079 620 79 47

Medienkontakt

Rafael Brand, Büro für Kommunikation, Scriptum 079 220 33 28 | info@scriptum.ch Jahresbericht 2016 und weitere Informationen: www.energiestadt.ch

Der Vorstand des Trägervereins Energiestadt 2017–2019

An der diesjährigen Mitgliederversammlung fand die Gesamterneuerungswahl des Vorstandes statt. Die Statuten des Trägervereins begrenzen die Amtsdauer der Vorstandsmitglieder auf 2 Jahre, lassen eine Wiederwahl jedoch zu. Alle bisherigen Mitglieder haben sich erneut zur Wahl gestellt und wurden bestätigt.

Der Vorstand besteht weiterhin aus: Barbara Schwickert, Gemeinderätin Biel (Präsidentin); Stephan Tob- ler, Gemeindepräsident Egnach (Vizepräsident); Ruth Bänziger, Conseillère administrative, Ville d’Onex; Bruno Bébié, Energiebeauftragter Stadt Zürich; Reto Lindegger, Direktor Schweizerischer Gemeinde- verband; Georges Ohana, Délégué à l’énergie de la ville de Lausanne; Urs Raschle, Stadtrat Zug; Martin Tschirren, Stv. Direktor Schweizerischer Städteverband.