Umweltwärme

Aus fünf verschiedenen Quellen wird mit Wärmepumpen Umweltwärme entzogen:

  • Luft (Luft-Wasser-WP)
  • Abwasser
  • Erdreich (Erdsonde, untiefe Geothermie)
  • Grundwasser (Wasser-Wasser-WP)
  • Oberflächenwasser

Das Potenzial der drei letzteren Quellen wird genauer untersucht.

Erdwärme (untiefe Geothermie)

Aus dem Erdreich lässt sich Wärme gewinnen. Allerdings fliesst nur 0.1 W/m2 Wärme aus dem Erdinnern nach, deshalb gehen wir von einer geringen nachhaltigen Nutzung aus. Die Faustformel besagt eine nachhaltige Wärmenutzung ist 10* Energiebezugsfläche (EBF) ist gleich dem Areal zur Erdwärmenutzung (Quelle: Roland Wagner, Weisskopf Partner GmbH, Vortrag Forum Energie Zürich). Unsere konservative Abschätzung daraus sind 5 Erdsonden pro ha.

Aber mit guter Planung und Auflagen sind grössere Nutzungen möglich, beispielsweise mit längeren Sonden und Erdsondenfeldern mit Nachladung im Sommer.

Die meisten Kantone stellen Karten für die Eignung bezüglich Erdwärmenutzung zur Verfügung, diese werden als Grundlage für die Potenzialanalyse verwendet.

Die Erdwärmenutzung bedarf einer kantonalen Bewilligung, für Standortabklärungen ist in jedem Fall die kantonale Fachstelle zu kontaktieren. Sie kann Auskunft über die heutige Nutzung und allfälliges Potenzial geben.

Grundwasserwärme

Hinweise auf die Grundwassernutzung liefert die Erdwärmekarte.
 Es gibt keine Faustformel für die Nutzung von Grundwasser, denn die Nutzung ist abhängig von der Mächtigkeit des Grundwasserspiegels und der geologischen Beschaffenheit des Untergrunds. Deshalb wird eine qualitative Abschätzung des Potenzials vorgenommen. Die Grundwassernutzung wird nur bei grösseren Verbrauchern empfohlen (Wärmeverbund).

Grundwassernutzungen bedarf einer kantonalen Bewilligung, für Standortabklärungen ist in jedem Fall die kantonale Fachstelle zu kontaktieren. Sie kann Auskunft über die heutige Nutzung und allfälliges Potenzial geben.

Die Grundwassernutzung wird nur bei grösseren Verbrauchern empfohlen (Wärmeverbund).

Wasserwärme

Das Potenzial zur Oberflächenwassernutzung wird qualitativ erhoben. Für Informationen über Potenziale und heutige Nutzungen sollte die kantonale Fachstelle kontaktiert werden. Die Grundwassernutzung wird nur bei grösseren Verbrauchern empfohlen (Wärmeverbund).

Es sind nur grössere Gewässer und Flüsse (Durchschnittlicher Abfluss > 10m3) zur Nutzung geeignet, da die Wassertemperatur nicht zu stark beeinträchtigt werden darf. In Fliessgewässern darf die Temperatur um nicht mehr als 3°C erhöht oder gesenkt werden (in Forellenregionen nur um max. 1.5°C).

Mögliche Massnahmen

  • Information der Bevölkerung (Links im Internet, Informationsveranstaltungen)
  • Beratung der Bevölkerung (Informationsmaterial, Verweis auf Spezialisten)
  • Wärmeverbund prüfen -> Wärmekataster, einfache Energieplanung durchführen.
  • Information betreffend Wärmeverbund eventuell in Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden in der Region (grössere Gewerbebetriebe, Dorfkern)

Weitergehende Informationen

Potenzialkarten