5. Interne Organisation

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5.1 Interne Strukturen

5.1.1 Personalressourcen, Organisation

Die Gemeinde stellt die notwendigen Personalressourcen für Energie und Klimaschutz in der lokalen Verwaltung sicher (z.B. für Energiemanagement, Sanierung kommunaler Objekte, Messung und Überwachung der Energie-verbräuche und  CO2-Bilanz, Umsetzung des Management-Systems für Energie- und Klimaschutz, in Abstimmung mit QM-Systemen und Standards), inkl. Ressourcen für Mobilitätsmanagement.

Zuständigkeiten und Funktionen sind festgelegt und definiert.

5.1.2 Gremium

Es besteht ein für Energiestadt zuständiges Gremium zur ressortübergreifenden Berücksichtigung von Energie-, Klima- und Umweltfragen (inkl. aller relevanten Departemente, definierter Verantwortlichkeiten innerhalb des Gremiums,
regelmässige und protokollierte Treffen).

5.2 Interne Prozesse

5.2.1 Einbezug des Personals

Die Gemeinde setzt zusammen mit dem Personal jährliche energie- und klimabezogene Ziele und Vereinbarungen fest, um eine hohe Personalbeteiligung bei der Umsetzung von Energie- und Klimaaktivitäten im Rahmen eines koordinierten, kontinuierlichen Verbesserungsprozesses zu erreichen.

Beispiele:

  • Anerkennung des/der effizientesten oder klimaschonendsten Hauswarts/wärtin / Unterhaltsteams
  • Anerkennungssystem für Eigeninitiative
  • Motivierendes Vorschlagswesen
  • Kampagnen (Energiewochen in der Gemeinde)

5.2.2 Erfolgskontrolle und jährliche Planung

Das Energiestadt-Gremium der Gemeinde führt ein jährliches Monitoring des Energiestadt-Prozesses und eine Aufdatierung des energiepolitischen Aktivitätenprogramms auf der Basis nachvollziehbarer Unterlagen über die
vergangenen Aktivitäten (Projektdokumentation, Unterlagen letztes Audit) durch.

Methodische Anforderungen:

  • Jährliche Durchführung des Monitorings
  • Auf Basis des vorliegenden Massnahmenkatalogs
  • Analyse der Vorjahresplanung: geplant <-> umgesetzt
  • Fokus der geplanten Massnahmen auf mittel- bis langfristige Ziele (z.B. 2000 Watt-Gesellschaft, Ziele 3x20 des Konvents der BürgermeisterInnen, Klimarelevanz)
  • Dokumentation der Resultate bezogen auf die Auditergebnisse
  • Interne und externe Kommunikation und Dokumentation der Resultate basierend auf Indikatoren 

5.2.3 Weiterbildung

Die Gemeinde fördert und fordert eine energierelevante, zielgruppen-spezifische (Politik und Verwaltung, DirektorInnen, AbteilungsleiterInnen, Hauswarte/wärtinnen) Weiterbildung für alle Angestellten.

Die Gemeinde ermöglicht Aktivitäten für die Bewusstseinsbildung zu Energieeffizienz und Klimaschutz-Themen.

Beispiele:

  • Energiemanagement für Gebäude und Anlagen, Software, ökologische Gebäudebewirtschaftung
  • Training für die Berechnung von Energie- und Klimaindikatoren sowie Kennzahlen
  • Training-Sessions zu Umweltverantwortung für verschiedene Zielgruppen
  • Sachorientierte Exkursionen und Seminare

5.2.4 Beschaffungswesen

Die Gemeinde arbeitet mit Einkaufsrichtlinien für die Beschaffung, die Energie- und Klimafaktoren sowie Lebenszyklus- Kosten berücksichtigen, z.B. für

  • Beschaffung Büromaterial und -geräte
  • Beschaffung Gebäudeunterhalt (Reinigung)
  • Ausschluss der Verwendung von Tropenholz
  • Beschaffung Tief- und Hochbau (inkl. Winterdienst)
  • Weitere klimarelevante Beschaffung (z.B. Nahrungsmittel für Kantine).

5.3 Finanzen

5.3.1 Budget für energiepolitische Gemeindearbeit

Die Gemeinde stellt ein jährliches Budget für die Unterstützung der folgenden energie- und klimarelevanten Aktivitäten bereit:

  • Gutachten, Studien, Expertisen, Treibhausgas-Abschätzungen
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Beratung und Auskünfte (z.B. EnergiestadtberaterIn)
  • Externes Projektmanagement
  • Kooperationen (z.B. Schulprojekte)
  • Coaching
  • Leistungsprämien (Budget in CHF/Jahr und EinwohnerIn).

Grundsätzlich sollte jede Abteilung über ein eigenes Energie- und Klimabudget verfügen.